Interview mit Ioanna Kiriakidou und Nils Kraft für die SWR Muss das so?! Redaktion

- Nakte Frauenkörper in der Kunst gibt es seit Jahrhunderten, immer wieder lösen sie Debatten um Sexismus aus. Ein Beispiel für einen gesunden Umgang mit dem Frauenkörper könnten die Aktbilder von Yves Noir sein. Der Fotograf aus Stuttgart wünscht sich, dass die Akzeptanz von Nacktheit in der Öffentlichkeit wieder etwas natürlicher wird. Im Vergleich zu Werbebildern, die Frauen immer wieder zum Objekt machen, steht für den Fotografen die Würde der Person an erster Stelle. Video / Interview

- In vielen Bereichen gilt immer noch der Slogan "Sex sells", denn er zieht Kundschaft an. In zahlreichen Fällen, wie in der Werbung oder auf Social Media sind entblößte Frauenkörper keine Seltenheit. Doch heißt nackt auch gleich sexistisch? Zum Posting

In der Kunst, vor allem in der Aktfotografie, sind Frauenkörper ein gern gesehenes Motiv. "Die Würde des Menschen" - das unterscheide Aktfotografie von plumpen Werbefotos, die Frauen bewusst zum Objekt machen, erklärt der Stuttgarter Fotograf, Yves Noir, im Gespräch. Auch sein Model @calamity_jane_kjf sieht in dieser Kunstform eine Möglichkeit, als Frau selbstbestimmt über den eigenen Körper zu entscheiden. Sie wolle mit ihren Bildern Mut machen, erzählt sie uns. Es gebe aber auch Kritik an solchen Bildern. Nicht jede und jeder verbindet mit diesen Aktaufnahmen ein positives Frauenbild: So wurde zum Beispiel kürzlich eine Fotoausstellung in Stuttgart beschmutzt.

Go back