Folgt man Yves Noir in dieser Fotoserie, kann man sich, davon bin ich überzeugt, zugleich auf ein kleines Spiel einlassen: Man stelle sich einen Wald vor und fixiere diesen mit seinen Augen, man blicke in die Mitte des Vorhangs und es werden unweigerlich Baumstämme aus diesem hervortreten; Stämme, die zwar im Nebel zu verschwinden scheinen, die dadurch allerdings noch deutlicher zu Tage treten. Wir blicken tatsächlich in einen verwunschenen Wald, sehen kein Blattwerk oder Farben, nur die Gradlinigkeit des Holzes tritt als Struktur hevor, bis wir da und dort plötzlich einen Blick auf das darin lebenden Getier erhaschen; dort das Bein eines Hasen, dahinter der Hals eines Rehes, der Kopf eines Fasans, was immer sie auch wollen. Pure Körper, die mit dem Wald verschmelzen und nur ab und an hervorlugen ...

Michael Stavarič

Go back